Teilnehmen oder lassen: Woran Sie eine passende Ausschreibung erkennen
Nicht jede öffentliche Ausschreibung lohnt ein Angebot. Mit wenigen Fragen erkennen Sie früh, ob sich ein genauerer Blick lohnt. Diese Seite zeigt die wichtigsten.
Passt die Leistung zu Ihrem Unternehmen?
Beginnen Sie mit dem Gegenstand. Lesen Sie die Kurzbeschreibung und die CPV-Codes. Beschreibt die Ausschreibung eine Leistung, die Sie regelmäßig erbringen? Passt nur ein Teil, prüfen Sie, ob der Auftrag in Lose aufgeteilt ist und Sie sich auf einzelne bewerben können. Verlangt die Ausschreibung Leistungen, die Sie bewusst nicht anbieten, lohnt sich ein Angebot meist nicht.
Passen Ort, Umfang und Auftragswert?
Prüfen Sie, wo die Leistung erbracht wird und ob Sie dort arbeiten können und wollen. Der Auftragswert ist der von der Vergabestelle geschätzte Wert ohne Umsatzsteuer; er zeigt Ihnen die Größenordnung. Fragen Sie sich, ob Sie den Umfang im geforderten Zeitraum leisten können. Ein sehr kleiner oder sehr großer Auftrag kann für Sie ungeeignet sein, auch wenn die Leistung passt.
Können Sie die Eignung belegen?
Vergleichen Sie die geforderten Nachweise mit Ihren Unterlagen: Referenzen, Umsatz, Versicherung, Zertifikate. Fehlt etwas, das als Mindestanforderung genannt ist, kann die Vergabestelle das Angebot ausschließen. Welche Unterlagen üblich sind, zeigt der Ratgeber Nachweise für Ausschreibungen.
Prüfen Sie auch, ob Sie allein anbieten oder Partner brauchen. Bietergemeinschaften sind in der Regel zulässig; welche Angaben Sie dazu und zu Nachunternehmern machen müssen und ob Sie bestimmte Leistungen selbst ausführen müssen, steht in den Vergabeunterlagen.
Reicht die Zeit?
Rechnen Sie von der Angebotsfrist rückwärts: Für Kalkulation, Formblätter, Unterlagen und gegebenenfalls einen Ortstermin braucht ein Angebot Zeit. Ist die Teilnahme am Ortstermin Pflicht, steht das in den Vergabeunterlagen.
Wie wird der Zuschlag entschieden?
Die Zuschlagskriterien zeigen, ob vor allem der Preis zählt oder auch Qualität, Konzept oder Termine. Zählt nur der Preis, hängt Ihre Chance von Ihrer Kalkulation ab. Bei Qualitätskriterien hängt sie auch davon ab, wie gut Sie Ihr Konzept belegen können.
Die Fragen auf einen Blick
- Passt der Gegenstand zu unseren Leistungen?
- Liegt der Ort in unserem Einsatzgebiet?
- Ist der Auftragswert für uns sinnvoll?
- Können wir die geforderten Nachweise vorlegen?
- Schaffen wir Kalkulation und Unterlagen bis zur Angebotsfrist?
- Haben wir bei den Zuschlagskriterien eine realistische Chance?
Was die Passgenauigkeit leistet
Die Passgenauigkeit zeigt in Prozent, wie gut eine Ausschreibung zu Ihrem Unternehmensprofil passt. Grundlage sind feste Regeln: CPV-Codes, Suchbegriffe, Region und Auftragswert. Zu jedem Wert sehen Sie die Gründe. Sie ist eine Bewertung, kein Filter: Auch Ausschreibungen mit niedrigem Wert bleiben sichtbar, damit Ihnen keine Chance entgeht. Enthält eine Ausschreibung einen Ihrer Ausschlussbegriffe, steht sie bei 0 %.
Sie ist eine Entscheidungshilfe, keine Entscheidung. Was noch nicht geprüft ist, gilt nie als erfüllt. In Listen ist der Wert vorläufig: Fordern Sie auf der Detailseite zusätzlich die KI-Einschätzung an, geht sie dort mit 30 % ein, die festen Regeln mit 70 %; das Ergebnis ist als KI-Ergebnis gekennzeichnet. Wie der Wert entsteht, zeigt eine Beispiel-Ausschreibung.
Ob Sie teilnehmen, entscheiden Sie.
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Orientierung, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind immer die Bekanntmachung und die Vergabeunterlagen der Vergabestelle.
VergabeChecker zeigt Ihnen öffentliche Ausschreibungen in einer Übersicht und in Prozent, wie gut sie zu Ihrem Unternehmen passen.